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Lars Wilcken

Lars Wilcken:

Umwelt, Coaching & Training

 

Bahrenfelder Steindamm 57

22761 Hamburg

0171. 192 19 20

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Motivation

In den Jahren 2006 bis 2009 war ich als Hirte auf der Lafetz-Alm im Schnalstal (S√ľdtirol) t√§tig. In diesen vier Sommern habe ich von den Tieren viel √ľber Teamf√ľhrung und Teamorganisation gelernt.

Zudem hatte ich bei meinen täglichen Wanderungen zu den Kälbern regelmäßig eindrucksvolle Einblicke auf die Gletscherwelt der italienisch-österreichischen Grenze. Dabei konnte ich bereits innerhalb der vier Sommer deutlich beobachten, wie sich die Eismengen auf den Gletscher aufgrund der globalen Erwärmung sichtbar verringerten.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten die beiden Wissenschaftler Paul Ehrlich und John Holdren eine einfache Formel, um den Einfluss des Menschen auf die Umwelt darzustellen:

I = P x A x T

Dabei steht I f√ľr Impact, die Umweltbelastung, P f√ľr die Population, A f√ľr Affluence, also den Wohlstand pro Kopf, und T ist ein Technikfaktor (nachzulesen in Ernst Ulrich v. Weizs√§cker “Faktor 5″, Droemer-Verlag 2010)
Sicher ist, dass die Population weiter steigen wird Рim Jahr 2050 werden rund 9 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Auch der Wohlstand pro Kopf wird zunehmen Рdie Diskussion um ein sinnvolles Maß an Wohlstand und Wirtschaftswachstum in den Industrieländern und den aufsteigenden Nationen ist komplex und global, und sie beginnt doch bei jedem Einzelnen.

Der Faktor T beschreibt den Einfluss der Technik auf die Umweltbelastung, und bislang ist der Energie- und Ressourcenverbrauch durch Technik stetig angestiegen. Durch den Einsatz effizienter Technologien und Anlagen ist es möglich, auch ohne größere Komfort-Einbußen den Energie- und Ressourcenverbrauch zu stabilisieren oder sogar zu senken und somit den Technikfaktor zu reduzieren.

Und dies ist das Mindeste, was jeder Mensch und jeder Betrieb tun kann.

 

Der Dreizack der Nachhaltigkeit

Die Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen dem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen. In der Umweltökonomie gilt Effizienz als Entscheidungskriterium, das von mehreren ökologisch gleich wirksamen Maßnahmen diejenige auswählt, die mit den geringsten volkswirtschaftlichen Kosten verbunden ist und es werden Maßnahmen entwickelt, die den Ressourcen und Energie-Einsatz pro Output-Einheit senken.

Die √∂kologische Konsistenz, auch √Ėkoeffektivit√§t bezeichnet, will √∂konomische Prozesse als ein System vollkommen geschlossener Stoffkreisl√§ufe organisieren, frei von Abf√§llen, Emissionen udn anderen Umweltsch√§digungen. Das Ziel dabei ist es, industrielle Produktionsweisen so zu ver√§ndern, dass sie auch in gro√üen Volumina nachhaltig sind. Ein Beispiel hierf√ľr ist der Ansatz von “Cradle-to-Cradle”.

Suffizienz beschreibt das Bem√ľhen um eine Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem √ľberm√§√üigen Verbrauch von G√ľtern (im Rahmen des Konsumverhaltens der Wegwerfgesellschaft), von Energie und Rohstoffen ein Ende setzt. ‚Ä®Die Suffizienz-Forschung schlie√üt ein, welche Folgen ein ma√üvolles Handeln in Privathaushalten, Unternehmen und Institutionen f√ľr Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftswachstum hat und wie uns eine positive Zukunft in ihrer ganzen Vielfalt zur Verf√ľgung steht.

√úber die Suffizienz und √ľber das eigene Konsumverhalten hat jeder einzelne Mensch die M√∂glichkeit, den Faktor A (Affluence) zu beeinflussen und zu verringern.

 

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Buchtipp:

Tom

Wenn wir unsere Konsumsucht z√ľgeln und aufh√∂ren einzukaufen, kommen wir der allt√§glichen Freiheit wieder n√§her, einfach weil wir dann weniger f√ľr Geld arbeiten m√ľssen.

Es gilt, die eigene Freiheit in kleinen Schritten zur√ľck zu erobern: baue eigenes Gem√ľse an, backe eigenes Brot, mache eigene Marmelade, repariere Dinge.